IHR PFLEGEVOLLVERSORGER seit über 20 Jahren | T. 0661 480299-100

Theorie und Praxis: Der Pflegealltag sieht immer noch anders aus

Leitende Pflegefachleute von Mediana referieren auf Altenpflegemesse in Nürnberg

FULDA/NÜRNBERG. Auf großes Interesse stießen die Fachvorträge von Katja Ketzler-Kreiss, Dipl.-Pflegewirtin und Leiterin des Teams Pflegedienstleitung im Mediana Pflegestift in Fulda, sowie Hartmut A. Schwab, Einrichtungsleiter des ambulanten Pflegedienstes Mediana Mobil und Fachkrankenpfleger für Gerontopsychiatrie, auf der Branchenmesse „Altenpflege“ in Nürnberg. Die beiden Pflegeexperten beleuchteten in ihren Referaten die Förderung und den Erhalt der Mobilität in der Pflege.

Mit rund 28000 Besuchern aus ganz Europa, ist die Messe „Altenpflege“ in Nürnberg einer der größten Branchentreffs. 660 Aussteller und Dienstleister, Experten aus dem Gesundheitsmanagement, führende Fachleute von mobilen und stationären Einrichtungen, Pflegefachkräfte, Auszubildende der Altenpflege und viele weitere Experten aus Lehre und Praxis treffen sich einmal im Jahr, um sich über Neuerungen, bewährte Erkenntnisse aber auch über innovative Ideen zur Verbesserung der Betreuung von Senioren auszutauschen.

Mit den beiden leitenden Pflegefachleuten der Unternehmensgruppe Mediana, die von Fachkommissionen und Verbänden wie dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) nach wie vor als Vorreiter für eine qualifizierte und breit aufgestellte Betreuung von älteren Menschen gilt, haben die Organisatoren in Nürnberg zwei hochkarätige Referenten für das Vortragsprogramm engagiert. Während Hartmut A. Schwab sich intensiv dem Thema Erhaltung der Mobilität im häuslichen Umfeld widmete, ging Katja Ketzler-Kreiss auf die Möglichkeiten zur Förderung von physischen und geistigen Fähigkeiten der Bewohner stationärer Einrichtungen ein. Die beiden Fachleute ließen gewonnene Erkenntnisse aus der Teilnahme der Mediana Gruppe an einer Studie zur Implementierung des Expertenstandards in ihre Vorträge einfließen.

„Der reguläre Leistungskatalog macht die Unterstützung von hilfebedürftigen Menschen, die noch selbst zuhause wohnen, schwierig. Es gibt erhebliche graduelle Unterschiede zwischen bettlägerigen Menschen, die eine Rund-um-Betreuung brauchen und Senioren, die viele Dinge noch selbst tun können“, erläuterte Schwab die große Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. Zwar wäre durch die Einstufung in Pflegegrade seit Anfang dieses Jahres eine detailliertere Bewertung möglich, doch müsse der Erhalt eigener Fähigkeiten durch Unterstützung von außen noch mehr gestärkt werden, sagte der Leiter von Mediana Mobil. Viele ältere Menschen würden mehr und mehr durch Hetze und Ungeduld in Untätigkeit verfallen. „Das beste Beispiel ist das Bezahlen an der Supermarktkasse. Senioren brauchen länger, um ihre Einkäufe zu bezahlen und einzuladen. Um nicht aufzufallen, werden Kassierer gebeten, sich das Geld selbst herauszunehmen. Im schlimmsten Fall traut sich der Betroffene nicht mehr selbst zu, einkaufen zu gehen“, schilderte Schwab ein Beispiel aus dem täglichen Leben. Dadurch würden feinmotorische Fähigkeiten und zwangsläufig auch die Mobilität derart eingeschränkt, dass ein Kreislauf einsetze, der den älteren Menschen in die physische und psychische Unfähigkeitsfalle treibe. „Wir Pflegeexperten im ambulanten Dienst müssen verhindern, dass Menschen zu Hause, die nicht durch Betätigung und körperliche Förderung wie in einer stationären Einrichtung unterstützt werden, immer unbeweglicher und kränker werden. Das geht zum einen über die Möglichkeit von Sachleistungen der Pflegekasse, ergänzt durch zusätzliche, kassenunabhängige Leistungen, vor allem aber über intensive Aufklärung und Ermutigung von Betroffenen und der sie betreuenden Angehörigen“, so der Einrichtungsleiter.

Auch für Dipl.-Pflegewirtin Katja Ketzler-Kreiss ist die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg. „Die Weiterbildung und Betreuung unserer Pflegekräfte in realen Praxissituationen ist eine Voraussetzung, um während der täglichen Arbeit Defizite erkennen und Hilfestellungen leisten zu können“, sagte die Teamleiterin . Um standardisierte Parameter entsprechend umsetzen zu können, müssten Geschäfts- und Einrichtungsleitungen, Dozenten und Koordinatoren eine Arbeitsgruppe bilden und die personellen und zeitlichen Voraussetzungen für das Projekt schaffen.

„Wir haben bei Mediana noch den Vorteil, dass die notwendigen Umgebungsfaktoren, räumliche und materielle Ressourcen und vor allem das Personal vorhanden ist, um ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen“, so Katja Ketzler-Kreiss. In vielen Fällen klaffe aber eine eklatante Lücke zwischen Theorie und Praxis. „Der Zeitfaktor und die personelle Ausstattung ist seit Jahren ein Thema und auch wir müssen uns für die Zukunft weiter gut rüsten“, erklärte die Dipl.-Pflegewirtin. Sie gab dem Auditorium in Nürnberg einen Überblick über den täglichen Ablauf in den stationären Einrichtungen der Mediana Gruppe und die Teilnahme der Unternehmensgruppe an der Forschungsstudie. Jeder pflegebedürftige Mensch erhielte eine pflegerische Unterstützung, die zur Erhaltung und Förderung der Mobilität beitrüge. Sie ging intensiv auf die Maßnahmen zur Studie ein, erklärte dem Fachpublikum Abläufe, Organisationsstrukturen und die Einbeziehung von Externen wie zum Beispiel Ärzte und Physiotherapeuten, informierte aber auch über die Ermittlung von Ist-Zuständen und Erkenntnisse aus Personal- und Bewohnerbefragungen.

Ihr Fazit: „Der Expertenstandard lässt sich im Alltag eines Pflegeheimes gut umsetzen. Durch ausreichende Hilfsmittel sind alle Voraussetzungen gegeben. Für die konsequente Umsetzung ist auf Dauer eine Erhöhung des Personalschlüssels zwingend erforderlich.“

 

 

 

 

 

ihr pflegevollversorger

Mediana Holding

Kothenbachweg 2-4

36041 Fulda

Tel.: 0661 / 480 299 - 100

Fax: 0661 / 480 299 - 199

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Self Service | Support

Impressum | facebook rot